Kirgistan (Kirgisistan, Kirgisien)

Kirgistan ist mit 200.000 km² etwa halb so groß wie Deutschland. Auf dieser Fläche leben aber nur weniger als sechs Millionen Einwohner. Neben der Majorität der Kirgisen (65 %) gibt es an größeren Gruppen die Usbeken (15 %) und Russen (13 %). Die Tadjiken, Uiguren, Ukrainer, Kasachen und Dunganen stellen jeweils etwa 1 % der Bevölkerung. Anfang der 90er Jahre lebten noch etwa 100.000 Deutsche in Kirgistan, die zwischenzeitlich aber fast alle nach Deutschland umgesiedelt sind. Amtssprache ist neben der Turksprache Kirgisisch auch Russisch. Russisch kann in den früheren Sowjetstaaten annähernd jeder sprechen. Es ist für die Bewohner kaum vorstellbar, dass irgendjemand nicht des Russischen mächtig ist. Fehlt uns die Sprache, so schaut man uns an und denkt vermutlich: „So blöd sehen die doch gar nicht aus. Wahrscheinlich hören die schlecht.” So wird der Satz lauter wiederholt und uns schließlich ins Ohr gebrüllt! Seit 1991 ist Kirgistan selbstständig und erlebte in dieser Zeit diverse Unruhen, Revolutionen und Kämpfe zwischen Usbeken und Kirgisen. Noch 2010 gab es Kämpfe mit hunderten von Toten und zigtausenden Vertriebenen. Seither hat sich die Lage beruhigt und wirkt momentan stabil. Die Menschenrechtslage ist geringfügig besser als in den Nachbarstaaten Tadjikistan, Usbekistan, Kasachstan und China. 94 % der Landesfläche ist Bergland, 65 % liegen höher als 3.000m über dem Meeresspiegel. Die höchste Erhebung des Tian Shan erreicht knapp 7.500m. Neben dem Tian Shan durchziehen auch mehrere Gebirgsketten des Alai Gebirges das Land. Die Hauptstadt Bishkek und die zweitgrößten Stadt Osh bieten eine annehmbare touristische Infrastruktur, der Rest des Landes wenig bis gar nicht. Die Läden sind ein wenig besser sortiert als in Tadjikistan. In abgelegenen Gebieten findet man allerdings häufig tagelang keine Einkaufsmöglichkeit. Ohne motorisierten Untersatz ist ein Zelt unverzichtbar. Der Yssykköl ist fast 15 Mal so groß wie der Bodensee und der zweitgrößte Hoch-gebirgssee der Welt. Hier machen hauptsächlich Bewohner der früheren sozialistischen Bruderländer Urlaub. Die Autofahrer agieren rücksichtslos. Ihr durchschnittlicher Alkoholspiegel braucht keine internationalen Vergleiche zu fürchten: Kirgisen sind im Durchschnitt immer in der Spitzengruppe zu finden! Vor den staatlichen Organen wie Polizei, Militär, Grenzschutz und Zollbehörden sollte man sich in Kirgistan etwas in Acht nehmen - besonders wenn Alkohol im Spiel ist! Eine besonders unangenehme Erfahrung machten wir mit einem Angehörigen der Sicherheitskräfte. Er fuhr seinen dicken Mercedes rückwärts gegen unsere Räder, während wir gerade einkauften. Daraufhin stieg er aus, prüfte, ob seine Edelkarosse einen Kratzer abbekommen hatte, und meinte dann zu uns: „Habt ihr Glück gehabt! Passt das nächste Mal besser auf!“ Die Einreise nach Kirgisien ist unproblematisch: Seit Ende 2012 erhält man das Visum kostenfrei an der Grenze.

(aus dem Buch: Die Seidenstraße erfahren)

Bishkek- Dushanbe:
http://rad-forum.de/showflat/Number/1082887

Kirgisien (Tadjikistan- China):
http://rad-forum.de/showflat/Number/812632

Kirgisien im Juli:
http://rad-forum.de/showflat/Number/851291

radreise-wiki.de/Kirgistan
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